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Buntes Treiben mit vielen Motorrädern und Menschen an einem Hafen am Wasser.

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Kühlwasser wechseln

Info Hans: Kühlwasser wechseln

Auch wenn die Funktion des im Kühlwasser befindlichen Frostschutzes seine Aufgaben noch zu erfüllen scheint, ist es mehr als sinnvoll, diese Flüssigkeit etwa alle 3 Jahre zu wechseln! Die vorgegebenen 3 Jahre beziehen sich auf eine Kilometerleistung von ca. 20 000 Km. Sollte die Kilometerleistung zu einem früheren Zeitpunkt eingefahren werden, ist dieser Service natürlich früher vor zu nehmen!

Der Grund, warum dieser Service zu so einem frühen Zeitpunkt erfolgen sollte, ist in der Tatsache zu sehen, das modernen Motorradmotoren sehr hoch belastet werden. Hierdurch werden die dem Frostschutz beigefügten Additive für Aluminiummotoren auf ein Höchstmaß belastet, und lassen vergleichbar mit dem Motorenöl in der Wirkung und Schutzfunktion nach.

Die negativen Auswirkungen sind defekte O-Ringe an der Wasserpumpe, und eine Überhitzung des Motors mit all seinen Folgeerscheinungen. Ein Beispiel könnte sein, ein defektes Ventil im Wasserkreislauf, mit der Folge das der große Wasserkreislauf nicht geöffnet wird.

Hier besteht dann die Gefahr das der Motor überhitzt!

Eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung, oder ein kapitaler Motorschaden wäre dann die Folge!

Nicht zu unterschätzen ist der Gebrauch von Leitungswasser!

Wer von uns kennt nicht die optisch unschön aussehenden Wasserhähne, an denen Kalkablagerungen sogar in der Lage sind, die Chromschicht anzufressen! Und nun stellt Euch vor, was kalkhaltiges Wasser an den Oberflächen von Aluminiummotoren und seinen Nebenaggregaten ausrichten kann! Mehr als einmal habe ich erlebt, was eine festgefressene Wasserpumpe, ein total verkalktes Thermostatventil, oder verschlossene Kühler für Schäden am Motor herbeiführen können!

Also nehmt unbedingt destilliertes Wasser, und ein Frostschutzmittel für Aluminiummotoren im Mischungsverhältnis 50:50! Äußere Bedingungen lassen unter Umständen zu, den Anteil von Frostschutz zu erhöhen ! Beachtet bitte in diesem Zusammenhang die Werksangaben Eures Motorradherstellers!

Beginnen wir nun mit den Arbeiten, welche bei NICHT laufendem, kaltem Motor durchgeführt wird! Zunächst ist der Thermostatdeckel abzunehmen, dann wird die im Wasserpumpendeckel befindliche Schraube zum ablassen der Flüssigkeit herausgeschraubt, und natürlich ein etwa 4 Liter fassendes Gefäß, oder Wanne untergestellt. Achtet unbedingt auf die meist aus Kupfer gefertigte U-Scheibe! Nachdem die Kühlflüssigkeit abgelaufen ist, ist der oft vernachlässigte Ausgleichbehälter ebenfalls zu entleeren, denn auch hier könnte sich je nach Hersteller bis zu einem 1/2 Liter Flüssigkeit befinden!

Schaut doch jetzt mal in das Thermostat hinein, lassen sich dort Kalkablagerungen erkennen, sollte eine Motorspülung durchgeführt werden! Entsprechende Materialien findet ihr im Autozubehörhandel.

Nun wird zunächst die untere Ablassschraube nebst U-Scheibe wieder in das Wasserpumpengehäuse montiert. Die Montage der Schraube bitte mit sehr viel Feingefühl durchführen, da sonst die kupferne Unterlegscheibe beschädigt werden könnte! Nun befüllt ihr den Ausgleichbehälter mit der vorgegebenen Mischung, bestehend aus destillierten Wasser und Frostschutz bis zu dem Maximalbereich auf.

Anschließend wird über das Thermostatgehäuse solange aufgefüllt, bis die Oberkante erreicht ist! Der nun folgende Arbeitsschritt ist von ganz entscheidender Bedeutung, weil sonst die Gefahr bestehen könnte, das der ( auch ) druckgeschaltete Lüfter am Wasserkühler, bei erreichen der maximalen Temperatur, nicht anspringt!

Ihr startet nun das Motorrad und lass es im Leerlauf solange laufen, bis sich der große Wasserkreislauf öffnet. Ihr könnt sehr gut erkennen ob der große Wasserkreislauf geöffnet wurde. Zum einen fällt die befüllte Kühlflüssigkeit herunter, zum anderen könnt ihr sehen, das die Flüssigkeit nicht mehr steht, sondern fließt. Nun müsst ihr nur noch Flüssigkeit bis Oberkante nachfüllen, und den Thermostatdeckel wieder aufsetzen.

Sicherheitshalber sollte nun der Motor solange laufen gelassen werden, bis der Lüfter anspringt! Beachtet hierbei unbedingt das Thermometer, und kontrolliert permanent, ob der Lüfter bei der richtigen Motortemperatur zuschaltet!

Lasst unter keinen Umständen die Motortemperatur in den roten Bereich laufen!

Springt der Lüfter bei etwa 3/4 der Temperaturanzeige nicht an, ist der Motor sofort auszuschalten! Ihr müsst nun warten bis der Motor wieder abgekühlt ist!

Durchaus möglich, das ein wenig Kühlflüssigkeit im Thermostatgehäuse fehlt.

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