Herstellervorschriften
Info Lappes: Herstellervorschriften
Lest bitte die Herstellervorschriften bevor Ihr euer Moped zur Inspektion gebt!
Gerade in der aktuellen " Motorrad " gelesen:
Die Dauertest Kawasaki Z 1000 wurde zur vorgeschriebenen 48.000 KM Inspektion bei einem Kawa - Vertragshändler abgeben. Das böse Erwachen kam mit der zugeschickten Rechnung für die vorgeschriebene Inspektion. Die Rechnung belief sich auf sage und schreibe " 2500,- € ". Die eigentliche Inspektion kostete 300,-€, was ja ein normaler und wie ich finde guter Preis ist. Die restlichen 2200,-€ setzten sich aus der Erneuerung sämtlicher Bremsleitungen (Materialkosten 808,-€ ), das Zerlegen der Bremssättel, um sie neu abzudichten und den Montagekosten zusammen.
Das ist meiner Meinung nach reine Abzocke dem Kunden gegenüber, es sei denn man verbaut werksseitig Bremsleitungen und Dichtungen aus minderwertigem Material.
Also immer nachschlagen was in den Vorschriften vom Hersteller auch bei Inspektionen steht oder beim Händler nachfragen bevor man den Auftrag unterschreibt.
Wir haben ja bei uns Detlef ( fährt seit 12 Jahren eine ZZR 1100 ) und Detlef P. ( Versys ) die bestimmt auch was zu der Haltbarkeit der Bremsleitungen und Dichtungen sagen können.
Ich kann nur sagen, das ich früher bei Autos und Mopeds oft genug Bremsleitungen gewechselt habe, die der Tüv bemängelt hatte, aber diese Fahrzeuge waren mindestens 8 - 10 Jahre alt.
Info Lappes
Bei meiner Suzi SV 1000S habe ich nach 4Jahren die Bremsleitungen raus geschmissen, da ich eine Gilles - Rasten-Anlage montiert habe und die hintere Leitung zu kurz war. Die Leitung war in einem einwandfreiem Zustand, das Gummi nicht spröde oder rissig und auch an den Anschlüssen 100 % dicht. Zu dem ist ja auch bekannt das die Suzuki´s qualitativ nicht so hochwertig sind wie die anderen japanischen Hersteller.
Antwort Detlef
Nu aber mal im Ernst: Das ist ja wohl absoluter Schwachsinn!!
Die Bremsleitungen meines Zafira mussten nach nun 9 Jahren gewechselt werden. Der Zahn der Zeit hatte denn doch zu sehr an ihnen genagt. Nun ist der Zafira aber auch ein Pkw, der bei jedem Wind und (Scheiß)-Wetter gefahren wird. Und besonders das im Bergischen Winter reichlich verwendete Streusalz hatte ihnen zugesetzt. Ach ja, der Zafira hat mittlerweile 195 000 Kilometer auf dem Tacho.
Meine Dicke, mittlerweile auch schon bei 133 000 Kilometer angelangt, wurde bereits kurz nach ihrem Kauf vorne mit Stahl Flex-Leitungen ausgerüstet, was aber aufgrund des Superbike-Lenkerumbaus notwendig wurde. Hinten tut immer noch die Originalleitung gute Dienste.
Anlässlich eines Ölflecks unter der rechten Bremsscheibe habe ich vor (?) Jahren mal einen Dichtungssatz für die Bremszangen bei Kawasaki erstanden. Dem Preis nach (selbst Frau Schneider von Kawa-Schneider wechselte die Farbe auf heftig blass) schien der Kawasaki-Boss die Dichtungen extra für mich mit seinem Privatjet von Japan nach Deutschland gebracht zu haben. Für 8 Gummiringe wurden rund 80 (achtzig)Euro aufgerufen. Die Gummis hab ich immer noch, es hatte sich herausgestellt, dass ein Gabel-Simmerring defekt war. Das Öl war hinter dem Gabelholm herunter, auf den Bremssattel gelaufen und tropfte von dort herunter. Somit sind die originalen Dichtungen immer noch in den Bremssätteln.
Meine Dicke ist Erstzulassung 1998, also satte 14 Jahre alt, Kilometerstand siehe oben.
Aber da ist auch noch die GSX-Suzuki, die mit derzeit 30 Lenzen schon zur Älteren Generation Motorrad zählt. Und siehe da: Auch hier sind noch die Originalleitungen im Einsatz. Ok, da darf man nicht die Bremsleistung erwarten, die heutige Bikes an den Tag legen. Aber mit so einem alten Schätzchen ist man ja eh immer etwas "vorsichtiger" unterwegs.
Das ABS-Anlagen natürlich sensibel auf Veränderungen der Leitungsgüte reagieren ist klar. Allerdings sollte dem Tausch solcher Leitungen eine genaue Prüfung vorausgehen.
Allerdings freut sich hier schon wieder mein "Schnäppchen-Schrauberherz" !!
Gebrauchte Z 1000 mit knapp über 40 000 Kilometer auf der Uhr dürften somit demnächst doch sehr günstig zu haben sein. Vor allem, wenn man bei der Preisverhandlung erfreut feststellt, dass eben jener Bremsleitungstausch noch nicht stattgefunden hat. Dann dürfte ein satter Preisnachlass von 2000 Euro die Brieftasche deutlich entlasten. Und siehe MOTORRAD-Bericht: Die Leitungen waren in einwandfreiem Zustand !! Da lacht doch gleich das Schnäppchenjäger-Herz