Tipps & Tricks
Info Hans: Tipps & Tricks
Tipps aus der Trickkiste
Motorräder gibt es nun schon eine ganze Weile. Früher hat man sich mit kleinen Tricks und Kniffen selbst beholfen. Heutzutage erfolgt für jedes Kleinteil der Gang zum Händler oder Zubehörladen. Vielleicht hat der Eine oder Andere ja einen besonderen Trick oder Kniff parat, der so manches aus dem Zubehörladen überflüssig macht.
Ich denke da an so Sachen wie "Bremsenentlüfterflaschen" oder auch "Kettenreinigungskits" (Schauder)
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Viele jauchen auf ihre Kette immer Kettenfett. Doch ab und an muss das Zeug mal runter, denn darin wird Schmutz gebunden, die der Lebensdauer abträglich ist.
Kette reinigen:
Hinterradachse raus, Kette vom hinteren Ritzel nehmen und in eine Flache Schale oder Schüssel hängen lassen. Einen kleinen Schuss Diesel von der Tanke in die Schüssel geben und anschließend die Kette mit einem festen Malerpinsel Stück für Stück reinigen. Was da raus kommt ist unglaublich. Danach die Kette durch einen Lappen ziehen und dadurch abtrocknen. Zum Schluss auf die Innenseite (die hinterher zum Ritzel zeigt) dünn Kettenspray auftragen, fertig ! --> Kette wie neu.
Mach ich jetzt schon seit Jahren so und habe keine Probleme damit gehabt.
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Wer von Euch stand nicht schon einmal vor seinem Bike, und dachte bei sich ...Mann wie sieht die Karre aus... höchste Zeit das Teil mal RICHTIG zu putzen. Für ganz harte Fälle, die im Normalfall den Einsatz eines Hochdruckreinigers verlangt, verwende ich:
Für den Motor:
Backofenspray, den ich ja nach Verschmutzung über Nacht einwirken lasse, und mit sehr viel Wasser und einem Heizkörperpinsel wieder entferne.
Für das Fahrwerk:
Badewannenspray, welches nach etwas einer Stunde mit reichlich Wasser ( am besten mit einem Dampfreiniger ) entferne. Abschließend wird alles mit Druckluft getrocknet. Anschließend wird alles mit einer handelsüblichen Politur aufpoliert und konserviert.
Lackteile, Chrom und Alu Teile:
Diese werde möglichst mit einem im Baumarkt erhältlichen Polierer ( letzter Kurs 10 Euro bei Praktiker) aufpoliert. Kleine Chrom und Alu Teile werden mit Never Dull, oder handelsüblicher Chrompaste wieder auf Vordermann gebracht. Übrigens, eine Auspuffanlagen, gleich ob verchromt oder lackiert sehen nach dieser Behandlung wie neu aus! Übrigens, verkratzt Verkleidungsscheiben mit Politur aufpoliert sehen danach auch wieder wie neu aus!
Die Felgen:
Sehr oft befindet sich gerade die hintere Felge in einem äußerst erbarmungswürdigen Zustand. Nicht entfernte Reste Kettenfett haben auf einer ungepflegten Felge im laufe der Zeit dafür gesorgt, das Schmutz eine sehr hartnäckige Verbindung mit Kettenfett eingegangen ist. Hier hilft zunächst ein Allheilmittel, natürlich Caramba! Auf einen sehr gut saugenden Lappen wird Caramba aufgesprüht, und reichlich aufgetragen. Anschließend wird die Dreckskruste mit Lappen oder einem Heizkörperpinsel entfernt. Abschließen mit Benzin entfetten, und mit Politur aufpolieren.
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Wer hat sich nicht schon mal über seine Bremse geärgert. Da gibt's jetzt mehrere Alternativen.
- Neue Bremsflüssigkeit und anschließendes Entlüften
- Umrüsten auf Stahlflex
- Andere Bremsscheiben und Beläge
Aber es geht auch anders. Nämlich wie folgt:
Die Vorderradbremse im KALTEN Zustand mittelhart ziehen (die Bremssättel sollten nicht zu fest an den Bremsscheiben anliegen, da diese sich u.U. verziehen könnten...) und den Bremsgriff über Nacht mit einem Kabelbinder am Lenker befestigen. Am nächsten Morgen den Griff weiter ran ziehen und den Kabelbinder durchschneiden. Danach den Bremsgriff LANGSAM loslassen. Viel Spaß mit einem knackigen Druckpunkt...
Als Ergänzung:
Dieser ist besser, weil die eventuell in der Bremsleitung befindliche Luft, (weil sie ja leichter als die darin befindliche Bremsflüssigkeit ist) über Nacht nach oben in den Behälter, herausgedrückt wird.
Dies sollte aber kein Ersatz für zu erneuernde Bremsflüssigkeit sein, sondern kann nach extremen Passfahrten ( z.B. ) im Urlaub angewandt werden, wenn kein Werkzeug oder neue Bremsflüssigkeit zur Verfügung steht!
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und wieder mal ein Tipp aus der Mottenkiste.
Etliche Motorräder mit Vollverkleidung (hier am Beispiel der SC21) haben an den Teilen diese Kunststoffnippel, Diese greifen in entsprechende Gummimuffen. Sind diese Gummimuffen alt und ausgehärtet, kann es beim Abbauen der Verkleidung zum Bruch der Kunststoffnippel kommen.
Um dies zu vermeiden fettet man die Gummimuffen leicht mit Vaseline ein. Die Verkleidung hält trotzdem noch und lässt sich schön leicht demontieren. Das sollte man einmal im Jahr (am besten bei einer Frühjahrsaktion) durchführen...
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Sollten sich kleine zum Beispiel durch Rollsplitt hervorgerufene Lackschäden feststellen lassen, so ist unbedingt davon abzuraten, diese Ausbesserung mit Acryllack vorzunehmen!
Die meisten Motorräder sind mit Kunstharzlack, neue Modell schon mit dem umweltfreundlichen...leider nicht unbedingt belastbaren wasserlöslichen...Acryllack lackiert.
Wird nun mit dem handelsüblichen Acryllack aus der Spraydose retuschiert, lösen sich unter Umständen sämtliche Lackschichten auf! Im Extremfall werden die Verkleidungsteile derart beschädigt, das sie nicht mehr behandelbar sind. Eine teure PVC Oberflächengrundierung wird dann nötig!
Behandelt Verkleidungsteile nur mit Kunstharzlack!
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Ich habe noch keinen hitzebeständigen Lack in die Finger bekommen, von dem ich behaupten kann, das er hält was er verspricht! Gute bis sehr gute Erfahrungen habe ich für lackierte End Töpfe mit handelsüblichen Kunstharzlacken ( Dosenlack ) machen können!
Besonders tief verschrammte End Töpfe fasse ich gar nicht an, sondern besorge mir im Fachhandel Aluminiumplatten, die ich dem Maß des Endtopfes entsprechend zuschneide, um sie später mit Kofferband fixiert, mit Blechschrauben oder Nieten fest am Topf zu fixieren.
Anschließend wird hochglanzpoliert!
Info Hans
Hier noch etwas aus eigener Anwendung. Es betrifft diesmal die Auspuffanlage. Da diese logischerweise sehr belastet wird und an manchen versteckten Ecken dadurch modert, wünscht sich mancher diese zu überarbeiten.
Wie folgt:
Auspuffanlage demontieren
Anschließend mit einer groben Drahtbürste reinigen ggf. noch mal mit Schleifpapier nachbearbeiten
Die Auspuffanlage vom Krümmer bis zum Sammler (die Endtöpfe nicht) mit handelsüblichem Zink-Spray aus der Dose in mehreren Schichten grundieren
Darüber hitzebeständigen Auspufflack aus der Dose ebenfalls in mehreren Schichten lackieren
Montieren (die Stehbolzen und Klemmschrauben mit Kupferpaste einsetzen, dabei auf die Drehmomente achten) und fertig...
Bei Inbetriebnahme des Motorrades bitte nicht über den leichten Rauch wundern. Dieser entsteht durch den Aushärteprozess des Auspufflackes und verschwindet nach einigen Minuten. Es empfiehlt sich also eine kleine Runde zu fahren.
Danach ist die Auspuffanlage wie neu.
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SCHNELLE HILFE BEI VERSCHMUTZTEN VERGASERN
Die Benzinleitung vom Benzinhahn abziehen, und Bremsenreiniger in die Leitung geben. Das Gemisch aus Benzin und Bremsenreiniger ein paar Minuten wirken lassen! Das Mischungsverhältnis liegt etwa bei 10 Benzin zu 2 Reiniger! Den Motor starten, und solange laufen lassen, bis die Vergaser leer sind!
Je nach Verschmutzung kann dieser Vorgang mehrfach nötig werden! Anschließend ein Gemisch aus Caramba und Benzin in die Leitung geben! Den Motor starten, und solange laufen lassen, bis die Vergaser leer sind! Diese Hilfe setzt voraus, das die Schwimmer in Ordnung, als auch deren Einstellung stimmt! Die einwandfreie Funktion der Schwimmernadelventile und deren Federn gewährleistet ist! Das Kolben oder Schieber im Vergaser gängig, und die Membranen in Ordnung sind!
Sollten die Vergaser immer noch nicht richtig funktionieren, hilft meist nur noch ein U-Schallbad!
Noch was, meine XX Baujahr 98 hatte sich an einem Billigsprit, welcher in Polen gereicht wurde mächtig verschluckt, was zur Folge hatte, das Zylinder vier permanent absoff! Um diese oder ähnliche Verschmutzungen zu verhindern, rate ich zwei zusätzliche Benzinfilter der NTV 650 zu installieren! Diese werden vor die zwei zum Vergaser laufenden Leitungen gesetzt!
Info Hans
Noch mal etwas bezüglich Pflege.
Seit einiger Zeit werden sogenannte Kunststoffreiniger angeboten, die zunächst für die Pflege von Gartenmöbeln entwickelt und vertrieben wurden. Ist doch klar, das ich das private chemische Labor meiner Lebensabschnittsgefährtin..auf der Suche nach passenden Pflegemitteln für meine Motorräder durchforstet habe..!
Diese Kunststoffreiniger eignen sich hervorragend, um sämtliche lackierten Oberflächen von Grund auf zu reinigen! Beachtet aber bitte die Arbeitsanweisung! Hiernach aufpoliert sieht Euer Bike wieder wie neu aus
Info Hans
Selten, aber wenn doch, eine fürchterliche Plackerei!
Das entfernen / montieren von alten durchgehärteten Ansauggummis.
Bei älteren Motorrädern ist immer davon auszugehen, das die Ansauggummis ausgehärtet oder spröde sind. Um diese zu wechseln, müssen zwangsläufig die Vergaser abgenommen werden.
Und hier fängt das Elend meist schon an!
Die Vergaser wollen sich einfach nicht aus den Gummis lösen. Grund für diesem Umstand sind die im Gummi enthaltenen Weichmacher, die sich über Jahre verflüchtigt haben. Zunächst solltet ihr versuchen die Gummis mit heißem Wasser zu begießen, um dann vorsichtig mit einem Nageleisen die Vergaser heraus zu hebeln. Bei Mehrfachvergasern von allen Seiten unterhalb der Schwimmerkammer ansetzen.
Sollten sich die Vergaser immer noch nicht lösen wollen, ist der Griff nach Massivwerkzeug gefragt.
HIERZU IST ES UNERLÄSSLICH DAS BENZIN ABZULASSEN!!
Nun kommt dem Heißluft Föhn aus dem Baumarkt eine besondere Bedeutung zu. Schön gleichmäßig werden die alten Gummis erwärmt. Achtet auf entsprechende Abstände zum Vergaser selbst. Nun sind die Gummis wieder weich, die Vergaser lassen sich ohne große Kraftanstrengung aus den Ansaugstutzen hebeln!
Umgekehrt lassen sich Vergaser wieder in die Stutzen verbringen. Es sollte aber vorab geklärt sein, das die Gummis nicht spröde sind, sonst zieht der Motor Nebenluft! Der Motor würde unter Umständen zu mager laufen, und im Extremfall beschädigt werden! Von einer sauberen Leistung Abgabe ganz zu schweigen.
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Thema: Vergammelte Steckachsen die sich nicht entfernen lassen.
Steckachsen, wie sie zum Beispiel in Rädern zu finden sind, fristen, wenn sie ungepflegt sind, ein stilles aber sehr belastetes verstecktes Leben. Und dann kommt irgendwann der Tag, wo selbige zum Beispiel wegen einem Reifenwechsel entfernt werden müssen.´Ich habe selbst schon erlebt, das nicht gefettet eingesetzte Achsen dermaßen fest sitzen können, das selbst aller größte Gewalt nicht vermochte diese aus der Führung zu treiben.
Ich habe mir daher angewöhnt die Muttern der Achsen immer so zu setzen, das jene in Fahrtrichtung rechts sitzen! Der Grund warum diese in Fahrtrichtung rechts gesetzt werden ist der, das hier eventuell die Möglichkeit besteht, das Motorrad auf einen vorhandenen Seitenständer stellen zu können, und somit die Achse mit Rostlöser eingesetzt werden kann.
Über Nacht stehen gelassen besteht zumindest die Hoffnung,das sich die Achse ohne all zu große Gewalteinwirkung heraus treiben lässt.
Sollte es dennoch nicht möglich sein die Achse herauszutreiben darf unter keinen Umständen weiter gearbeitet werden, weil durch die Gewalteinwirkung die Gefahr bestehen könnte, das Standrohre, Gabel Simmerringe, oder die Hinterradschwinge beschädigt werden könnte.
Um Beschädigungen zu vermeiden, rate ich zu einer großen Schraubzwinge, welche mit Holzbrettchen versehen, entweder gegen die Gabel, oder gegen die Schwinge gesetzt wird!
Nur so wird verhindert, das die Belastungsspitzen einseitig wirken.
Steckachsen, die mit Wasser in Berührung gekommen sind, und bereits weiße Oberflächenpartikel aufzeigen, sollten möglichst nicht mehr verwendet werden, weil anzunehmen ist, das die Oberflächenvergütung beschädigt worden ist! Gleiches gilt für trocken gelaufene Wellen, die durchaus ausgeglüht sein könnten!
Seit Euch jederzeit im klaren, das eine fressende Welle ein sehr hohes Unfallrisiko beinhaltet!
Steckachsen sollten nur mit hitzebeständigem Fett wieder eingebaut werden!
Info Hans
Der Austausch der Brems oder Kupplung Hydraulik ist an sich unproblematisch. Wichtig erscheint mir aber der Hinweis, das unterhalb der Hydraulikbehälter in jedem Fall dafür gesorgt werden muss, das dieses mehr als aggressive Öl nicht auf Lackteile gerät! Selbst kleinste Spritzer Bremsflüssigkeit hinterlassen nach einige Stunden eine beschädigte Lackoberfläche!
Ich empfehle daher reichlich alte Lappen, welche zusätzlich mit Klebeband am Behälter fixiert werden, dringendst zu verwenden. Zusätzlich sollten natürlich auch die Verkleidung oder der Tank entsprechend abgedeckt werden.
Info Hans
Gleich, welche Arbeiten am Bremssattel umgesetzt werden müssen, gewöhnt Euch an, immer ein Holzbrettchen, welches die Stärke der Bremsscheiben hat, zwischen die Beläge zu klemmen! Sind die Beläge demontiert, muss die Stärke derselben natürlich mit hinzu gerechnet werden! Nur so könnt ihr sicher sein, das nicht wer unbeabsichtigt an den Bremshebel fasst, und Euch dabei die Kolben aus dem Bremssattel herausdrückt.
Zusätzlich zu empfehlen: Auch den Brems/Kupplungshebel zu fixieren!
Info Hans
Nicht immer hat man die technischen Daten seines Motorrades zur Hand. Dies ist besonders dann nicht unproblematisch, wenn Ersatzteile benötigt werden. Aber auch für den täglichen Bedarf ist diese Datenbank ein Muss.
Info Hans
Nach einem Verkleidungsschaden muss nicht gleich ein neues Teil gekauft werden!
Die Fa. Steinel (erhältlich im gutsortierten Baumarkt) bietet ein großes Sortiment Schweißstäbe für die Reparatur verschiedenster Kunststoffe an! In diesem Fall sind Stäbe für ABS zu verwenden! (Kosten ca 10 Euro)
Nimm Krippzangen und fixiere das gebrochene Teil in die richtige Position.
Danach mit einem sehr starken Lötkolben eine V Fuge ziehen, die möglichst gleichmäßig über die gesamte Länge des Bruches gehen muss! Ebenso müsst ihr darauf achten, das auch die Tiefe möglich gleich gezogen wird! Jetzt den Schweißstab anlegen und mittels Lötkolben die V Fuge verfüllen. Dies grundsätzlich von beiden Seiten, da nur so eine 100%ige Festigkeit gegeben ist!
Danach kann die Oberfläche fertig bearbeitet werden.
Verwendet unter keinen Umständen Glasfasermatten, die halten nicht!
Diese Reparaturmethode eignet sich nur bei weichem ABS Material, Beispiel CBR 1000! Verkleidungsteile wie zum Beispiel bei CBR 1100XX sind härter, und können nicht nach dieser Methode repariert werden!
Info Hans
Verkleidungsschrauben in den Innenseiten, deren Mutterngewinde eine in der Verkleidung sitzende Gewindebuchse ist, setze ich mit Hohlraum-Konservierwachs (Teroson, Nigrin...) ein. Dann korrodieren diese nicht fest und sind gleichzeitig gegen Lösen gesichert. Mit Wachs lassen sich auch bestens die Hohlräume der Schwinge bearbeiten sowie alle korrosionsgefährdeten Rahmenteile.
Mit Diesel bepinselt, geht es auch wieder abzuwaschen.