Metzeler Z8
Info Detlef: Metzeler Z8
Der Metzeler Z6 auf dem Vorderrad meiner Dicken hatte nach der Sauerlandtour endgültig ausgedient.
Nun stand zur Wahl, wieder den Z6 oder den neuen Z8, der fast ausschließlich gute Kritiken eingefahren hatte.
Also Z8 drauf.
Am Donnerstag die Felge abgeholt, gestern das Rad montiert bin ich heute die erste Runde (ca 50 Kilometer) mit der Pelle gefahren. Ergebnis: Gänsehaut Der Z6 lässt die Kawa sehr leicht abkippen, ist zielgenau und hat fast kein Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage. Und all das kann der Z8 noch besser. Man denkt und die Kawa lenkt, fällt wie von selbst in die Ecke und bleibt stoisch ruhig, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Selbst voll den Anker werfen steckt die Kawa noch neutraler weg, lässt sich im Gegenteil leicht noch weiter in Schräglage bringen. Man möchte den Lenker loslassen, so einfach und mühelos geht's ums Eck. Wobei Bremsen in Schräglage zur Ausnahme wird. Schob der Z6 schon mal zum Kurvenaußenrand ( leichtes Untersteuern), bleibt der Z8 stur auf dem eingeschlagenen Kurs. Sind Korrekturen in Schräglagen doch einmal nötig, nimmt sie der Z8 gern zur Kenntnis. Auch die Eigendämpfung (bei 2,5 bar) hat mich überzeugt.
Nass Lauf (es hat nicht geregnet) und Verhalten bei Top Speed (keine Lust auf Autobahn) hab ich noch nicht getestet, und über die Laufleistung sprechen wir mal so in 8000 oder mehr (?) Kilometern.
Also alles eitel Sonnenschein? Nein, nicht ganz.
Der Z8 mag keine schnellen Schräglagenwechsel (oder liegt's an der Dicken?). Da musste ich denn doch mal in die Eisen greifen und die Kawa mit erheblichem Kraftaufwand von Links nach Rechts wuchten. Gewöhnungsbedürftig !! Seine Präzision, die stoische Ruhe und das absolut fehlende Aufstellmoment aber haben mich überzeugt. Und das bereits ab dem ersten Meter !! Nun muss nur noch hinten einer drauf, da tut derzeit noch ein Z6 gute Dienste.
Antwort Walter
Ich finde deine Erfahrungen als sehr hilfreich, denke ich doch, dass es sehr schwierig ist, Reifen wirklich neutral zu vergleichen.
Ich sehe das wie bei einem unbekannten Bier. Ja, es schmeckt mir. Aber wie kann ich es mit einem Bier von vorgestern vergleichen? Ist es besser, leichter, herber, intensiver?
Ich müsste immer beide Reifen nacheinander fahren, um wirklich Unterschiede zu erkennen.
Und ich müsste auch immer die gleiche Strecke fahren.
Insofern finde ich es sehr bewundernswert, das du solche Angaben machen kannst. Wahrscheinlich kann man das nur nach so vielen Kilometern, die du schon abgespult hast. Und es hat auch mit dem Motorrad zu tun. Wahrscheinlich sieht das mit einem anderen Motorrad schon wieder anders aus.
Also von daher meinen Respekt. Ich könnte solche Vergleiche nicht so ohne weiteres machen. Aber ich denke, dass der eine oder andere hier davon sicher profitieren kann.
Antwort Lappes
Sehr guter, aufschlussreicher Bericht, Detlef.
Wie Walter schon zu recht schrieb ist dafür aber eine große Erfahrung nötig, um nach so kurzer Fahrzeit ein solche Urteil abgeben zu können. Bin auf deine weiteren Beurteilungen gespannt, wenn Du den Z8 auch hinten hinten gefahren bist und wie die Haltbarkeit und das Nässeverhalten ist.