Die Motorradfreunde
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Waigolshausen 2008

Uwe: Saisoneröffnung in Waigolshausen 2008

2008
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Nach langen zähen Warten, war es soweit. Der 1. Mai 2008 erwachte und mit ihm der Drang eines Moppeds und seiner „unnützen“ Last in Richtung Unterfranken zu reisen. Dort wurde durch unseren lieben Harry das diesjährige Maitreffen organisiert und ich glaube er wartete auch schon sehnsüchtig auf seinen Besuch. Das Wetter versprach Vieles und hatte sich darauf eingerichtet allen Teilnehmern ein schönes Wochenende zu bescheren. Die Fahrt war dann auch ohne wärmendes Inlet zu meistern und erfolgte über die A9, A4 und A7. Gegen 13.45 Uhr traf ich mit meiner Tiger im wunderschön gelegenen Waigolshausen ein und wurde durch Gaby, Harry sowie dem schon seit Stunden anwesenden Willi auf’s freundlichste begrüßt. Nach einem schönen Käffchen und einem Begrüßungsgrappa gab es einen Rundgang im Haus und dem Garten. Die Koffer wurden an ihren Platz verbracht und das Bett in Beschlag genommen.

Im Laufe des Nachmittages reisten dann die anderen HCG’ler an und es war ein ständiges Hurra bei jedem Einzelnen. Na Ja, vom Jahresabschluss bis dato ist ja doch schon ein Weilchen her und alle hatten „Sehnsucht“. Nun gab es natürlich auch viel zu erzählen und der erste Tag endete mit einer hervorragenden Brotzeit und einem wunderschönen Abend bei Livemusik. Hier wartete der Freund Gary mit einer besonderen Überraschung. Er präsentierte uns seine einzigartige Komposition des HCG-Song’s. Die Überraschung war perfekt. Am 2. Mai gegen 08.00 Uhr MEZ erwachte dann doch so langsam die ganze Mannschaft, es soll Ausnahmen geben wegen „Forumsentzug“ die gegen 05.00 Uhr wahrscheinlich schon in den Puschen standen. Aber wir haben dafür ja jegliches Verständnis und das Internet macht ja Gott sei Dank auch keinen Krach. Ein Frühstück vom Feinsten stärkte unsere müden Glieder und gab dem Körper wieder Saft und Kraft um den kommenden Tag zu meistern. Und dieser Tag war schön. Ob vom Wetter oder auch von der Strecke. Unterfranken hat mit seinen Weinbergen eine Ausstrahlung die jeden in den Bann zieht. Und Strecken…….na ihr wisst ja selbst. Ich denke unsere Kurvenjunkies waren nicht mehr runter zu holen.

Ein erster Stopp, war aus taktisch technischen Gründen und zur Unterstützung unseres Walters dringend nötig und erfolgte bei der Firma „P“. Hier wurde dann kräftig Geld ausgegeben und mit einem Auge immer auf die erste Etage geschielt. Jeder wusste, dass es sich bei dem Geschäft einer gewissen Dolly, nicht um das Klonschaf handelte. Aber irgendwie war da nichts los und so ging es dann weiter auf Tour. Bei immer noch bestem Wetter und nach vielen Kurven kamen wir gegen Mittag im „Gasthaus zum Schiff“ an, um unsere körpereigenen Batterien mit einer leichten Kost auf zu laden und neuem Elan den weiteren Parcour in Angriff zu nehmen. Jetzt kam was kommen musste und das ist nicht böse gemeint. Ein Besuch bei einem Hondahändler in Volkach. Ich kann mich auch noch dafür begeistern. Und wenn es nur die feuchten Augen von Walter beim Anblick der neuen Blade sind. Besonders schwer hatte es Rolf! Alle wollten ihm ein neues Mopped aufschwatzen. Und ich glaube es ist fast gelungen. Eine 600er war dann etwas, dass seinen Körpermaßen entsprechend auch sein Herz erweichen konnte und in die zukünftige Kaufplanung einfloss. Aber ohne direkt zu kaufen ließ er sich dann weiter mit seinem Chopper auf einen Kampf mit den Blade-, VFR- und anderen Giganten ein und ließ sich auch nicht abschütteln. So erreichten wir den nächsten Haltepunkt in Stammheim zu einem Kaffe oder Eis oder Kuchen.
 
Na und da war doch noch was? Ach ja die ewigen Militaristen fanden das dort ansässige größte private Militärmuseum von Deutschland. Detlef, Walter, Ralf, Rolf, Jürgen waren es, glaube ich, die dort einen Rundgang buchten und sich an den alten doch sehenswerten Kriegsmaschinen ergötzten. Besonders Detlef fand sich in seine Bundzeit zurückversetzt als er vor den Panzern stand. Und sie erstarrten noch mal in Ehrfurcht beim Anblick der gewaltigen Macht sozialistischer Kampfmaschinen. Der Respekt vorm „Klassenfeind“ war noch zu spüren. Vollgeladen mit den Eindrücken des ersten Tourtages, ging es dann wieder über schöne Straßen und durch schöne Orte nach Waigolshausen zurück um von den fleißigen Heinzelmännchen Gaby, Karin und Gary in Empfang genommen zu werden. Nach einem ersten Weißbier(Dank noch mal für die Lehrstunde im Eingießen) konnte es wieder nur um Essen gehen. Harry hatte seinen Grill voll im Griff und es gab wieder nur Leckerschmecker. Als gebürtiger Thüringer möchte ich hier und da bin ich verwöhnt, ausdrücklich betonen, dass die Bratwürste ein Hochgenuss waren. Selbstverständlich auch alle anderen Speisen.

Bei handgemachter Livemucke, bester Stimmung und einem abschließenden Lagerfeuer verabschiedete sich der Tag von uns und wir von ihm. Der dritte Mai erwachte und endete doch für mich mit einer besonderen Überraschung ganz schnell. Nie war ich in kürzester Zeit hellwach. Was war passiert. Eigentlich nichts außergewöhnliches. Es kam was kommen musste. Denn der Morgen… kommt ganz gewiss, auch wenn es erst am Abend ist. Nun saß ich da so und dachte wie lockerst du die morgendliche Müdigkeit der Anwesenden auf? Na ganz einfach ich verstecke eine Schatzkarte und gebe Gaby und Harry einen kleinen Hinweis darauf. Und nun konnte die Sucherei losgehen. Welche Folgen das haben würde, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht gewiss. Indianajones in Form eines Kanalreinigers kam vor Ort und blieb mit seinem Teilerfolg stecken. Aber ich habe gehört, dass Harry und Gaby die Suche noch nicht aufgegeben haben. Ich warte dann schon auf die ersten Erfolgsmeldungen. Ich hoffe sie nehmen es mir nicht zu sehr übel, dass ich sie mit dieser nebenberuflichen Aufgabe belaste.

Nach den ersten gemeinen Sprüchen einiger anwesender Biker, da muss ich durch, ging es nach dem Frühstück mit frischen Brötchen, feinster Wurst und Marmelade wieder auf die Maschinen. Für den heutigen Tag hatte Harry angekündigt mal ein paar Meter zu schruppen und nicht nur einkaufen zu gehen. Hans und Rolf hatten festgestellt, dass die Gartenanlage bei Harry auch was Besonderes hat und zum rumgammeln einlud. Deshalb konnten wir sie nicht mehr dort wegbewegen und mussten sie ihrem Schicksal überlassen. Gesagt getan. Wieder konnte man nur ins Schwärmen geraten ob der herrlichen Gegend und den wunderbaren Strecken. Unterwegs nahmen Detlef und ich die Gelegenheit wahr, ein paar Videosequenzen zu erstellen um dann mit Walters Onboardaufnahmen einen geilen HCG-Film zu erstellen. Erster Stopp war an einem Aussichtsturm mit Blick in ein weit nach unten gezogenes Tal. Der Turm wurde sogar vom Kleinsten in Rekordzeit bezwungen und man hörte noch lange das Echo seines Bewunderungsschreies auf Grund der fantastischen Aussicht. Nicht wahr Detlef. Allerdings kam er der Aufforderung von dort oben eine Videoaufnahme zu fertigen nicht nach und wurde dafür mit einem noch folgenden Event gestraft.

Nun wurden wieder Kilometer gefressen und Gummi auf der Straße gelassen. Ich denke, dass alle begeistert waren von diesen Strecken und sie richtig genossen. Bis wir dann doch den kleinen Hunger spürten und Harry uns in eine gastliche Einrichtung auf einem ehemaligen Schießstand präsentierte. Hier gab es Schnitzel schon für sieben Euro. Na da dachten viele, es kann ja nicht schaden noch mal einen kleinen Snack zu probieren. Böse Zungen behaupten es sollen fast alle es nicht geschafft haben, ihre Portionen zu verspeisen. Als ob ein Schnitzel von 30 x 30 cm nicht weg zu stecken wäre? Aber da waren die Augen doch wieder größer als der Magen. Schwer beladen quälten sich einige dann wieder auf ihre Moppeds um weiter zu fahren. Gut, dass man den Bauch auf dem Tank ablegen kann. Und weiter an Weinhängen vorbei und durch sehr schön gepflegte Orte ging es dem Nachmittag entgegen. Der Rausch ergriff eigentlich alle, oder? Also ich konnte mich ihm nicht entziehen. Dazu kommt ja noch, dass man nicht mit irgendwem fuhr sondern mit den Mädels und Jungs des HCG. Was ist das geil!! Jetzt musste noch schnell ein Käffchen her um die Schnitzel und Riesensalate zu verdauen. Also Stopp in Trossenfurt auf den „Hummelhof“. Ein idyllisch gelegenes kleines, verstecktes Gasthaus mit dem Ambiente einer alten Keltensiedlung oder so ähnlich. Rundbauten die in die Landschaft eingearbeitet waren und so das Interesse eines jeden Besuchers wecken.

Danach ging es fahrerisch gesehen leider wieder so etwas dem Ende zu. Aber die Aussicht auf die Schlachtschüssel machte es einem dann doch etwas leichter.
Zu Hause und so kann man es nennen wenn man dieses Gefühl bei seinen Gastgebern hat, warteten wieder unsere ständig um unser Wohl bemühten Arbeitsbienen. Ein Empfang wie bei Muttern. Eine kurze Rast im Garten neben dem Teich und ein erster Trunk machten schon das erste mal wehmütig, dass die Tour an sich zu Ende gehen sollte. Aber der Abend stand bevor und was für einer. Harry’s angekündigte Schlachtschüssel wurde präsentiert und mit einer dazugehörigen Geschichte zelebriert. Ein Essen vom geschlachteten Schwein direkt vom Holzbrett. Was für ein Genuss. Trotz extremer Engpässe im Verdauungstrakt, bemühten sich doch Alle, soviel wie möglich in sich auf zu nehmen. Zum Glück wurde dazu etwas „Medizin“ zur Verdauung gereicht. Fehlte nur jemand der mit dem Quirl nachstopfte. Für viel Vergnügen sorgte der Brauch, irgendwem das Schweineschwänzchen an den Hintern zu hängen und zu rufen „Er hängt, er hängt.“ Einige waren in der Weiterverteilung dieses doch amüsanten Teiles recht geschickt und sorgten dafür, dass der Ruf nicht all zu schnell verhallte. Video- und Bildbeweise sind ja vorhanden.

Mit ersten Magenbeschwerden ging es nun an eine Livesession die ihresgleichen sucht. Gary, Harry und Hans ließen es sich nicht nehmen uns mit ihrem Können auf den zur Verfügung stehenden Instrumenten zu überraschen. Man konnte denken wir sind nicht in Waigolshausen sondern in Woodstock. Nun kam meine große Stunde. Ihr erinnert euch, dass Detlef noch eine Strafe zu erwarten hatte? Oder hab ich bloß gedacht, die Jungs können den Titel sowieso nicht? Auf meinen Wunsch Je t`aime zu spielen gingen sie prompt ein und ich forderte Detlef zum Tanz auf. Einer Aufforderung der er anfänglich etwas schwer nachkam dann aber doch genau wie ich sehr genoss. Ich hoffe, dass dieser Tanz in die HCG-Analen eingehen wird. Schließlich konnten wir dem Beifall nach mehr überzeugen als gewisse Tänzer aus „Dirty Dancing“. Detlef, ich träume heute noch von dieser Stunde. Und ich weiß nicht ob Andrea mir verzeiht, aber du warst so gut. Jedenfalls wurde der Abend zu einem ganz Besonderen im Eventkalender des HCG. Nicht zu vergessen, dass Josh uns nach ablegen der ersten Scheu mit seiner gigantischen Art Gitarre zu spielen auch noch überzeugte. Das Duo Harry und Josh war genial. Nach etwas zuviel Grappa meinerseits, aber ich genoss es einfach unter euch zu sein, ging es dann zur letzten Nachtruhe.

Der letzte Tag erwachte und brachte wieder dieses Würgen im Hals. Ich wusste, nach dem Frühstück kommt wieder der Moment, den ich eigentlich lieber vermeiden würde. Der Abschied!! Und das von Menschen, die mich damals so herzlich aufgenommen und mich in ihre Gemeinschaft integriert hatten, wie ich es nicht erwartete. Es ist schön, so einer super Truppe zugehörig zu sein. Und es wird für mich auch immer selbstverständlich sein, etwas von dem wieder zu geben und jederzeit für jeden von euch da zu sein. Versprochen. Daran könnt ihr mich binden. Alles Gejammer nützte aber nichts, wir mussten uns trennen. Bis auf Walter, Jürgen und meine Wenigkeit, fuhren alle und ich denke mit ähnlichen Gefühlen direkt nach Hause. Harry nutzte die Gelegenheit dem Walter und Jürgen noch mal die Möglichkeit zu geben, auf absolut geilen Strecken ihren Bike’s freien Lauf zu lassen. Dieses nutzten sie weidlich und genossen es mit allen Sinnen. Ich selbst war den Tag besonders schlecht drauf und mit den Koffern bin ich so noch nie gefahren. Aber die Jungs haben mich nicht im Stich gelassen und immer gewartet. Außerdem kann ich nicht zwei Sachen mit einmal. Selbst fahren und dem irren Stil der anderen mit beneidenden Blicken zu folgen. Jetzt wurde es endgültig. In Bischofsheim letzte Pause und die traurige Gewissheit, es ist vorbei. Harry, und Jürgen begleiteten Walter noch zum vereinbarten Treffpunkt mit Brigitte um die Blade auf zu laden und ich fuhr den Gedanken an das Event hinterher hängend noch bis Eisenach auf der Landstraße um dort der BAB folgend irgendwann gegen 16.00 Uhr zu Hause einzutreffen.
 
 

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