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Wintertour Januar 2009

Detlef: Die kleine Wintertour Januar 2009

Eigentlich wollte ich ja nur eben schnell Einkaufen fahren.

Aber da heute immer noch bestes Winter-Motorrad-Wetter herrschte wurde es dann doch etwas mehr. Außerdem wollten die Heidenau-Reifen getestet werden.

Gestern war ich ja bereits wieder mit der Suzuki zur Arbeit gefahren und habe, genau wie heute morgen, festgestellt, dass die Straße wohl nicht das bevorzugte Terrain der K60-Reifen sind. Bei jedem Gasstoß brüllen die Stollen ihre Qual in die Gegend, wenn die 80 Pferde an ihnen zerren. Man hat das Gefühl die Suzi knickt hinten ein. Und dann die Längsrillen-Empfindlichkeit: Puh, die rennen jeder noch so kleinen Vertiefung hinterher. Aber in der nur spärlich gestreuten Anliegerstraße, die zu unserem Klärwerk führt zeigten sie ein ganz anderes Gesicht.

Grip, und nicht zu knapp. Trotz Schneematsch, marschiert die Suzuki prima geradeaus, um die Kurve und lässt sich sicher zum Stehen bringen. Sicherlich sollte man dabei nicht zu übermütig werden. Dann geht das auch mit der Suzuki und dem Winter. Aber da fehlte eben das gewisse Etwas.

Und auf dem Weg zum einkaufen war da links dieser Feldweg.

Und das ging auch noch ein gutes Stück heftigst bergauf. Oben Schnee, unter dem Schnee Schotter. Das war's. Die Suzuki baggert mit durchdrehendem Hinterrad den Berg hinauf. Ich hab endlich wieder Spaß. Der Weg ist nicht allzu breit und die Spuren nicht zu ausgefahren. Das bringt's :)

Allerdings koche ich langsam in meiner Thermokombi gar.
Es wird Zeit eine Pause einzulegen.

Die nachfolgende Aktion war dann weniger nach meinem Geschmack. Beim Wenden auf dem Weg klemmte das Rad zwischen zwei Bäumen fest, die am Wegesrand lagen. Jetzt helfen auch die Reifen nicht mehr weiter. Dann die rettende Idee. Motorrad auf die Seite auf einen Koffer legen. Nun so drehen, das dass Vorderrad frei ist. und die Suzuki wieder aufheben. Danach rinnt mir der Schweiß aus den Stiefeln. 261 Kilo ohne Koffer,Gepäckträger, Sturzbügel.

Auf dem Weg zurück kann ich mich dann wieder erholen.
Nun doch noch zum Supermarkt. Die Leute da wundern sich schon lange nicht mehr über mich und mein Moped. Die Koffer mit Dosensuppen, Cappucino-Dose und anderen leckeren Sachen (meine Frau sagt immer, da würde sie freiwillig nicht mal reintreten, geschweige denn das essen) mache ich mich auf den Heimweg.

Aber da kommt mit doch noch dieser kleine Wald hinter dem Hügel in den Weg. Und da muss ich auch noch schnell mal hin.

Und ich finde das Blau der Suzuki macht sich prima im Weiß des Winters. Und wenn der Hinterreifen diesen Winter nicht überstehen wird. Das ist mir der Spaß allemal wert. Und im nächsten Jahr gibt es sicher einen Neuen.

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